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Lange Autofahrt mit Baby

« Ab wann sind längere Reisen mit dem Nachwuchs in Ordnung? »

Kaum ist Ihr Baby auf der Welt, planen viele Eltern eine Reise zur Verwandtschaft oder gar einen ersten gemeinsamen Familienurlaub. Aber sind lange Autofahrten in den ersten Lebenswochen des Kindes überhaupt empfehlenswert oder sind sie viel zu anstrengend für das Neugeborene? Wie gelingt es den Eltern auch bei Geschrei die Nerven zu behalten und welche Dinge dürfen auf keinen Fall fehlen, wenn eine Reise mit der gesamten Familie ansteht? Wir haben für Sie die besten Tipps für die Autofahrt mit Baby zusammengestellt.

Autofahren mit Säuglingen

Man mag glauben, Säuglinge seien die idealen Reisebegleiter: Sie schlafen mehr als 15 Stunden am Tag, haben noch keinen eigenen Tag-Nacht-Rhythmus und auch ein natürlicher Bewegungsdrang ist noch nicht vorhanden. In der Theorie könnten frischgebackene Eltern also getrost mit ihrem Nachwuchs und dem Auto in den Urlaub fahren – und dass zu jeder Tages- und Nachtzeit. Schliesslich ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass der Sprössling nach der Abfahrt schnell im Auto einschläft.

Für Neugeborene ist eine Liege mit Nackenstütze die beste Wahl
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In der Praxis sieht die Sache allerdings ganz anders aus: Nicht nur, dass einige Babys enorm ungern Auto fahren und dies auch lautstark mitteilen, sondern auch aus medizinischer Sicht gibt es Gründe, auf lange Autofahrten in den ersten Lebenswochen zu verzichten.

Lange Autofahrt mit Baby: Ab wann?

Kleinkinder, die ein Gewicht von 9 Kilogramm nicht übersteigen, müssen entgegen der Fahrtrichtung in einem speziellen Kindersitz (Babyschalen) befördert werden, da der Kopf des Säuglings somit im Falle eines Unfalls besser geschützt ist. Die meisten Eltern transportieren Ihr Baby auf dem Rücksitz, denn der Beifahrersitz ist nur dann zulässig, wenn kein Beifahrer-Airbag aktiviert ist. In diesem Zusammenhang empfehlen die meisten Hebammen und Kinderärzte, während der ersten drei Lebensmonate auf lange Autofahrten zu verzichten. Die Begründung: In einer Autobabyschale liegt das Baby in einer halbsitzenden Position. Da die Wirbelsäule und die Nackenmuskulatur von Neugeborenen aber noch sehr empfindlich sind, sollten die Kleinen im Idealfall die meiste Zeit in liegender Position verbringen. Der Kopf des Säuglings ist so schwer, dass der lange Druck auf die Wirbelsäule in halbliegender Position zu schweren Haltungsschäden führen kann. Darüber hinaus wird auch die Atmung des Kindes beeinflusst, denn der Brustkorb wird in einer Babyschale immer ein wenig zusammengedrückt. Eine Autofahrt, die länger als eine Stunde dauert, sollten Sie daher verschieben, bis Ihr Kind 12 Wochen und älter ist.

Man sollte die ersten 3 Monate auf lange Fahrten verzichten
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Ab in den Urlaub: Reisen mit dem neuen Familienmitglied

Hat Ihr Sprössling das empfohlene Mindestalter für eine längere Autofahrt erreicht, steht einem Familienurlaub mit dem Auto selbstverständlich nichts mehr im Wege. Bekanntlich kann das Reisen mit Kindern jedoch zu einer echten Herausforderung werden. Während Babys lautstark mitteilen, dass ihnen die Reise im Auto gar keinen Spass macht, haben Kleinkinder einige raffinierte Techniken auf Lager, sich auszudrücken. Der bekannte Satz „Sind wir bald da?“ fällt dann nicht selten schon nach zehn-minütiger Fahrt. Für autofahrende Eltern gibt es aber einige klare Empfehlungen, die zu einer deutlich stressfreieren Autofahrt beitragen:

  1. Reise gut planen

Eine gute Planung ist bei Reisen mit Kindern das A und O. Mehr als 500 km am Tag sollten Sie nicht per PKW zurücklegen. Planen Sie dabei ausreichend Pausen ein. Im Internet können Sie bereits im Vorfeld kinderfreundliche Raststätten ausfindig machen, die auf Ihrer Route liegen.

Die Reise sollte gut geplant werden
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  1. Das richtige Timing ist wichtig

Sie als Elternteil wissen am besten, wann Ihr Nachwuchs besonders munter ist. Planen Sie in diesen Zeiten unbedingt Pausen ein, auch um zu Essen. Es ist häufig ratsam, am späten Nachmittag loszufahren, weil zu dieser Zeit die Kleinen meist müde sind, Zudem sind nachts die Strassen in der Regel frei und es droht kein Stau. Am besten ist es, eine Reise ausserhalb der Schulferien zu buchen, denn auch so wird die Gefahr in einen Stau zu geraten, deutlich verringert.

  1. Sorgen Sie für Unterhaltung

Egal ob Baby oder Kleinkind: Sobald Langeweile aufkommt und an Schlaf nicht mehr zu denken ist, werden die Kleinen in der Regel schnell unruhig. Ältere Kinder können sich mit einem Malbuch beschäftigen, CD hören oder Rätsel lösen. Bei den Kleinsten müssen hingegen Sie als Elternteil für genügend Entertainment während der Autofahrt sorgen, damit es nicht zum ungewollten Desaster kommt. Bewährt haben sich klassische Spielzeuge wie kunterbunte Greiflinge, ein einfaches Bilderbuch oder kleine Kuscheltiere. Auch ein Nuscheli sollten Sie idealerweise für Ihren kleinen Liebling einpacken, denn viele Kinder vergessen beim Kuscheln schnell all ihre Sorgen.

Beissgreifling mit Name Beissgreifling

  1. Proviant nicht vergessen

Picknickpausen sind zwischendurch wichtig – sowohl für Ihr Kind als auch für Sie selbst. Packen Sie einige belegte Brote oder andere Leckereien sowie den nötigen Proviant für Ihren kleinen Liebling in die Znünibox ein. Auch ausreichend Trinken ist besonders bei warmem Wetter wichtig. Denken Sie deshalb auch an genügend stilles Wasser. Tipp: Trinkflaschen und Lunchboxen gehören ebenfalls an Bord, wenn es auf dem Rücksitz sauber zur Sache gehen soll.

Brotbox mit Name Tierzug Brotbox mit Name

  1. Beruhigung für den Nachwuchs

Es wird unter Umständen der Moment kommen, in dem Ihr Sprössling endgültig die Nase voll von der langen Autofahrt hat. Dann können unter Umständen nur noch Kuschelkissen und Kuscheldecke oder der Schnuller zur Beruhigung beitragen. Befestigen Sie den Nuggi am besten an einer schönen Nuggikette, damit dieser nicht in den Fußraum des Wagens fällt und

Babydecke Wellness-Fleece

  1. Sicherheit

Im Sommer kann es im PKW schnell unerträglich heiss werden. Ziehen Sie deshalb Ihr Baby nicht zu dick an. Sorgen Sie ausserdem dafür, dass keine direkte Sonneneinstrahlung zum Kindersitz vordringt. Eine Sonnenblende für das Fenster oder ein Sonnensegel für den Babysitz sind hier empfehlenswert.

Lange Autofahrt mit Baby: Das Fazit

Wenn Sie eine lange Autofahrt mit Baby planen, ist gute Vorbereitung äusserst wichtig. Stellen Sie vor der Abfahrt sicher, dass Ihr Nachwuchs während der Autofahrt sicher sowie bequem im Kindersitz oder der Babyschale sitzt und planen Sie auf Ihrer Reise genügend Pausen ein. So steht Ihrem Vorhaben im Grunde nichts mehr im Wege und Sie werden entspannt Ihrem Urlaubsziel entgegensteuern können.