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Wenn Babys laufen lernen

« Auf dem Weg zum ersten Schritt »

Noch etwas wackelig, dafür mit unglaublich viel Stolz in den Augen, wagt Ihr Baby die ersten eigenen Schritte. An diesem Punkt in der Entwicklung wird aus dem einst noch unbeholfenen Winzling allmählich ein Kleinkind.

Schritt für Schritt die Welt erkunden

Für Sie als Eltern ist das mehr als ein Meilenstein. Es ist ein Wendepunkt. Sobald Ihr Kind erkannt hat, welche unglaublichen Möglichkeiten sich nun eröffnen, beginnt ein neuer und meist unglaublich packender Lebensabschnitt.

Laufen lernen in der Natur
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Doch bis dahin hat es auch einige Zeit gedauert. Viele Eltern fragen sich besorgt, ob ihr Kind sich gut entwickelt. Vor allem dann, wenn Altersgenossen schon fleissig durch die Gegend spazieren und das eigene Baby nicht daran denkt, sich einmal auf die eigenen Beine zu stellen. Machen Sie sich in diesem Punkt nie zu grosse Gedanken. Ein Kind entwickelt sich in sogenannten Stufen. Darüber hinaus durchlebt Ihr kleiner Sonnenschein niemals mehrere grössere Entwicklungsschritte zeitgleich. Sollte Ihr Kind also noch wackelig auf den Beinen stehen, dann spricht es vielleicht schon mehr, als andere oder aber ist in Puncto Nahrungsaufnahme anderen Kindern voraus.

Babys entwickeln sich unterschiedlich schnell
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Im folgenden werden Sie also lediglich von Richtwerten lesen, die Ihnen einen Anhaltspunkt bieten, wenn es darum geht, dass ein Baby laufen lernt. Kinder entwickeln sich individuell.

Die Beinmuskulatur muss sich erst entwickeln

In den ersten Monaten ist die Beinmuskulatur schlichtweg noch nicht genug ausgeprägt, um den kleinen Körper zu tragen. Das ändert sich aber. Wenn Sie einmal genauer hinschauen, werden Sie sehen, wie oft Ihr kleiner Sonnenschein die Beinchen hebt, strampelt und bewegt. All das sind unbewusste, aber sehr effektive Übungen, um die Muskeln zu kräftigen. Sie können Ihr Baby dabei sogar ein wenig unterstützen.

Ein Spielbogen beispielsweise sorgt dafür, dass der kleine Windelträger nicht nur die Händchen benutzt, sondern die vielen interessanten Dinge daran durchaus mit den Füssen bewegen möchte.

Um den fünften Monat herum kann Ihr Baby mit Ihrer Hilfe bereits auf ihren Schenkeln stehen. Dies ist eine durchaus recht lustige Zeit. Denn Ihr Nachwuchs entdeckt die Fähigkeit zu hüpfen. Dabei stösst sich der kleine Erdenbürger mit den Beinchen von Ihren Schenkeln ab und hat daran viel Freude. Mitunter setzen einige Eltern auf die sogenannten Babyhüpfer. Das sind Gestelle, welche beispielsweise in den Türrahmen eingespannt werden und das Baby in eine Vorrichtung gesetzt wird. Die elastischen Bänder unterstützen das Hüpfen.

Experten betrachten dies jedoch mit Skepsis. Lassen Sie Ihren kleinen Engel lieber auf Ihren Beinen etwas hüpfen. Das stärkt nicht nur die Beinchen, sondern auch das Vertrauen zueinander.

Das Hochziehen an Gegenständen ist der Anfang vom laufen lernen
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Erste Stehversuche

Um den neunten und zehnten Lebensmonat herum, entdecken Kleinkinder die Fähigkeit, sich an Gegenständen hochzuziehen. Eine spannende Zeit. Achten Sie darauf, dass Sie in der Nähe möglichst keine Möbelstücke oder andere Gegenstände haben, die wackelig sind und umstürzen könnten.

Dort halten sie sich fest und strahlen über beide Wangen. Nun ist es nur noch eine Frage von wenigen Wochen, bis der kleine Engel erste Gehversuche wagt.

Sind Lauflernhilfen sinnvoll, wenn ein Baby laufen lernen soll?

Eltern stossen immer wieder auf Angebote, die als sogenannte Lauflernhilfen angepriesen werden. Sie helfen angeblich dabei, erste Gehversuche zu wagen. Nehmen Sie jedoch bitte Abstand von Geräten in die Sie Ihr Kind hineinsetzen müssen. Diese Lauflernhilfen unterbinden eher die natürliche Entwicklung anstatt sie zu unterstützen. Laufen lernen die Kleinen darin jedenfalls nicht. Ein Baby möchte laufen und nicht nur hin und herrutschen.

Ein Laufwagen als Lernhilfe
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Als positiv für das Lernen haben sich hingegen Schiebehilfen oder auch sogenannte Laufwagen erwiesen. Sie unterstützen das Baby beim Laufen lernen. Ihr kleiner Fratz kann diese Geräte vor sich herschieben und übt dabei emsig seine ersten Schritte zu gehen. Wichtig ist hier, dass die Rollen nicht zu leicht gleiten.

Zaghafte Schritte entlang der Möbel

Um den ersten Geburtstag herum erleben Sie das Wunder. Ihr Baby wird laufen! Die ersten tapsigen Schritte verlaufen zum Lernen entlang der vertrauten Möbel. Zunächst einmal schiebt der Nachwuchs die Füsschen zaghaft über den Boden. Später schon sind es erste richtige Gehversuche. Und diese nehmen beachtlich an Geschwindigkeit zu. Blitzschnell durchkämmt der Windelträger nun die Zimmer. Wenn die Möbel keinen Halt mehr bieten, dann geht es auf allen Vieren weiter.

Jetzt sind Sie natürlich gefragt. Denn die ersten Gehversuche auch ohne Hilfe sind der letzte Schritt in Richtung Laufen lernen.

Zunächst einmal werden Sie die Hände halten und das Baby beim Laufen unterstützen. Ermutigen Sie es nun auch dazu, selber zu laufen. Setzen Sie sich hierfür nur wenige Meter entfernt auf einen möglichst weichen, aber stabilen Untergrund. Halten Sie Ihre Arme weit geöffnet, so dass Sie Ihr Kind anspornen zu Ihnen zu kommen.

Barfuss oder doch lieber Babyschuhe? Was ist gut für den Nachwuchs?

Barfuss! Solang es irgend möglich ist, lassen Sie Ihren kleinen Schatz barfuss laufen. Nur so stärken sich die Muskulatur und die Feinmotorik. Babys die im Sommer Laufen lernen, haben einen kleinen Vorteil. Sie können auf einer weichen Wiese stundenlang ihre tapsigen Schritte üben, ohne Babyschuhe.

Babyfinkli gehäkelt rotGanz ohne Babyschuhe geht es allerdings nicht. Solange Ihr Winzling noch krabbelnd die Welt erkundet, empfehlen sich die weichen Babyfinkli. Diese speziellen Babyschuhe schützen den zarten Fuss vor allem vor Kälte. Sie finden die Babyschuhe gestrickt für die ersten drei Monate und aus weichem Leder für die kommenden Lebensmonate.

Lederfinkli 12-18 MonateDie Babyschuhe bietet genügend Freiraum, so dass sich der Fuss weder eingeengt fühlt, noch die Entwicklung der Motorik beeinflusst wird. Sobald Ihr Baby laufen möchte, sind Söckchen mit Gummistopper zu empfehlen. Besonders dann, wenn der Nachwuchs auf kalten Untergründen im Haus, wie beispielsweise auf Fliesen seine ersten Schritte wagt.

Richtig festes Schuhwerk kommt erst in Frage, wenn das Kind gut zu Fuss ist. Doch dann fragen sich die Eltern natürlich wieder: Sind Lauflernschuhe wirklich nötig?

Wie wichtig sind Lauflernschuhe?

Sobald das Kind die Welt auf seinen eigenen Füssen erkunden möchte, sind Lauflernschuhe empfohlen. Doch auch hier müssen Sie natürlich auf ein paar wesentliche Dinge achten. Lauflernschuhe sind besondere Babyschuhe, die dem Baby helfen, laufen zu lernen. Wichtig ist, dass die Sohle weich und flexibel ist. Nur so kann das Kind weiterhin lernen, den Fuss richtig abzurollen. Darüber hinaus ist ein weiches Material wichtig. Die Ferse sollte geschützt sein. Daher ist dieser Bereich des Schuhs etwas verstärkt. Je nach Witterung und Jahreszeit werden unterschiedliche Lauflernschuhe angeboten. Achten Sie stets auf darauf, dass der Schuh flexibel ist.

Die richtige Schuhgrösse herauszufinden ist übrigens gar nicht so schwer. Setzen Sie den Fuss von ihrem Sonnenschein auf eine Pappe und zeichnen Sie so eine Schablone vom Kinderfuss. Schneiden Sie diese aus und nehmen Sie diese zum Schuhkauf einfach mit.