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Trockene Haut beim Baby

« Was Eltern beachten müssen »

Trockene Haut beim Baby ist keine Seltenheit, denn Babyhaut ist sehr empfindlich und ihr körpereigener Schutz ist noch nicht vollständig ausgereift. Worauf beim Reinigen und Pflegen der Haut zu achten ist und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte, erklären wir hier.

Ursachen für trockene Haut beim Baby

Die Ursachen für trockene Babyhaut sind vielfältig:

  • Babyhaut ist dünner: Im Gegensatz zu Erwachsenen haben Babys noch eine sehr dünne Haut. Feuchtigkeit kann daher nicht gut gebunden werden und gerade in trockener Raumluft verdunstet viel Flüssigkeit.
  • Die Hautoberfläche ist gross: Im Vergleich zu Erwachsenen hat ein Baby eine sehr grosse Hautoberfläche. Auch hierdurch ist die Verdunstung der Feuchtigkeit aus der Babyhaut erhöht.
  • Die Talgdrüsen arbeiten noch nicht optimal: Talg ist ein wichtiger Hautschutz, der beim Baby jedoch noch nicht vollständig ausgebildet ist. Hierdurch ist die obere Hautschicht anfälliger.
  • Baby-Neurodermitis: Neurodermitis kann in Familien gehäuft auftreten und zeigt sich in trockenen, schuppigen Stellen. Auffällig ist, dass der Windelbereich meist verschont bleibt, da er feuchter gehalten wird und die Verdunstung verringert ausfällt.

Trockene Babyhaut ist also weder aussergewöhnlich noch in jedem Fall ein Grund zur Sorge. Sie entsprechend zu pflegen ist allerdings entscheidend.

Babyhaut pflegen
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Babyhaut pflegen: Worauf kommt es an?

Um trockene Babyhaut richtig zu pflegen, müssen verschiedene Faktoren beachtet werden. Zu diesen gehören:

  • Bäder: Die Reinigung ist wichtig, muss aber besonders schonend erfolgen. Bäder sollten nicht länger als zehn Minuten dauern und das Wasser sollte lauwarm aber nicht heiss sein. Längere oder heisse Bäder entziehen mehr Feuchtigkeit und Fett. Zudem sollte auf Seifen verzichtet werden. Besser sind rückfettende Reinigungsprodukte.
  • Feuchtigkeit und Flüssigkeit: Feuchtigkeitscremes und eine hohe Flüssigkeitsaufnahme sind wichtig gegen trockene Haut.
  • Fett: Pflegende Öle, beispielsweise Mandelöl, Jojoba-, Oliven- oder Kokosöl bieten der Babyhaut Schutz. Sie können als Badezusatz und zum Eincremen verwendet werden und eigenen sich beispielsweise auch zur Behandlung von Milchschorf.
  • Trocknen: Trockene Babyhaut ist besonders empfindlich und rau. Wird sie zusätzlich noch mit einem rauen Stoff abgerieben, verliert sie nochmals an Schutz und kann stark jucken. Zudem kann auch Öl als Badezusatz abgerieben werden und dadurch seine Wirkung zunichtemachen. Besser ist es, die Haut an der Luft trocknen zu lassen. Der Raum sollte dann aber sehr warm sein, um ein Auskühlen zu verhindern. Oder sie aber mit einem weichen Handtuch trocken zu tupfen. Alternativ kann der kleine Erdenbürger auch in ein Kapuzenbadetuch gewickelt oder mit einem Frottee-Poncho geschützt werden.
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  • Schonen: Trockene Babyhaut juckt häufig und ist zudem empfänglicher für Reizungen. Dadurch werden einige Punkte bei der Reinigung, Pflege und der Babykleidung besonders wichtig. Raue Stoffe sind dringend zu vermeiden. Besser sind glatte, atmungsaktive Materialien, die im Idealfall auch noch leicht kühlend wirken. Das gilt auch für Babydecken und Kuscheltücher. Zudem sollten die Fingernägel der Kleinen kurzgehalten werden. Denn ansonsten könnten sie sich die Haut blutig kratzen.

Trockene Haut: Ein Fall für den Arzt?

Trockene und selbst sich schälende Hautstellen sind bei Babys noch kein Grund zur Besorgnis. Eine abgestimmte Pflege, Feuchtigkeitsversorgung und Schonung durch sanfte Stoffe schafft meist in kurzer Zeit Abhilfe und bringt Linderung. Dennoch kann es notwendig sein, bei Hautproblemen einen Arzt aufzusuchen.

Kinderaerztin untersucht Baby
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Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn:

  • Babys unter schwerer Neurodermitis leiden: Wenn ein Baby Neurodermitis hat, wird eine spezielle Pflege erforderlich. Anderenfalls kann der Juckreiz allein für ständige Unruhe sorgen und sogar den Schlaf stören. Zudem sollte beachtet werden, dass Babys mit dieser Hauterkrankung häufig auch eine erhöhte Neigung zu Allergien haben.
  • Milchschorf nicht abnimmt: Der auch als Kopfgneis bekannte Milchschorf ist ebenso normal wie trockene Babyhaut. Wird er mit der Zeit aber trotz einer abgestimmten Feuchtigkeitspflege nicht weniger, können spezielle Lösungen erforderlich sein. Dies sollte allerdings ein Arzt entscheiden.
  • Die Haut rissig wird oder blutet: Wird die Trockenheit so schlimm, dass sich Risse bilden oder die Haut sogar anfängt zu bluten, ist ein Arztbesuch dringend erforderlich. Denn nicht immer stecken dahinter nur „normale“ Erscheinungen, die sich mit der Zeit verwachsen. Auch Erkrankungen oder Allergien können ursächlich dafür verantwortlich sein.

Babyhaut pflegen, wenn der Nachwuchs nicht will

Manche Kinder sind kleine Wassermäuse und planschen von Anfang an gerne in der Wanne. Andere können dem Nass so gar nichts abgewinnen und lassen das auch alle in ihrem Umfeld sehr deutlich wissen. Ähnlich verhält es sich beim Auftragen von Cremes und Ölen. Während die einen die Massage beim Einreiben geniessen, haben andere schon ein Problem damit, ausgezogen zu werden. Das hängt selbstverständlich auch davon ab, in welcher Entwicklungsphase sich der Nachwuchs aktuell befindet.

Sanfte Rueckenmassage beim Baby
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Eltern können es sich aber dennoch einfacher machen, die empfindliche Kinderhaut zu pflegen. Die folgenden Tipps helfen:

  • Nicht kitzeln: Trockene Haut beim Baby juckt. Umso unangenehmer ist es, wenn sie auch noch gekitzelt wird. Besser ist es, sie mit der flachen Hand zu reiben und auch Cremes auf diese Weise aufzutragen.
  • Rituale einführen: Ein kurzes Bad zu schöner Musik, eincremen beim Anziehen der Windel und des Bodys und anschliessend zum Einschlafen noch ein bisschen Wiegen – ein allabendliches, beruhigendes Ritual macht es den Kleinen einfacher, Öl und Salben über sich ergehen zu lassen. Gut ist es auch, wenn das Eincremen von Anfang an als Streicheleinheit empfunden wird. Eltern sollten also besonders sanft vorgehen und die Pflege mit Kuscheleinheiten verbinden.
  • Ablenken: Geschichten erzählen, singen, mit Kuscheltieren spielen oder eine Spieluhr laufen lassen – wenn der Nachwuchs eine Abneigung gegen die Reinigung und Pflege der Haut hat, sollte er so gut es geht abgelenkt werden. Das vereinfacht die Massnahmen für Baby und Eltern.

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Unser Extra-Tipp: Wenn der Nachwuchs das Reinigen und Pflegen der Haut sehr aufregend findet und sich womöglich auch stark wehrt, sollten die Massnahmen nicht am Abend beziehungsweise kurz vor dem Schlafengehen erfolgen. Das sorgt nur für ein erschwertes Einschlafen und Unruhe bei Kindern und Eltern. Besser ist es dann, die trockene Haut beim Baby kurz nach dem Aufwachen zu versorgen.