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Bento Lunchbox für Kinder

« Die Brotdose aus Japan »

„Du hast ja wieder nichts gegessen!“ schimpft ihre Mutter, als Amelie am Nachmittag aus dem Kindergarten heimkommt. „Das hat alles geklebt von dem Aufstrich. Ausserdem mag ich keine Karotten! “ ist die trotzige Antwort. Amelie’s Mutter zuckt ratlos die Schultern. Wie wird sie ihre kleine Tochter jemals davon überzeugen können, ihre Brotzeit aufzuessen?

Noe isst immer auf!

Beim Treffen mit ihrer Freundin spricht Amelie’s Mama ihr Problem an. Der Sohn ihrer Freundin, Noe, ist nur ein Jahr älter als Amelie. „Noe isst immer alles auf. Selbst die Gurkenstücke und die Paprika sind am Abend nicht mehr in seiner Lunchbox.“ erzählt Noe’s Mutter. „Er hat sich noch nie über sein Essen für den Kindergarten beschwert. Im Gegenteil: Er versucht mir immer schon abends zu entlocken, was ich am nächsten Tag in seine Lunchbox packen werde.“ „Und wie stellst du das an?“ fragt Amelie’s Mutter ungläubig. „Packst du nur Würstchen und Kuchen hinein?“

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Nein, das ist nicht des Rätsels Lösung. Noe’s Mama ist einfach schon vor Jahren auf die perfekte „Brotdose“ gestossen. Seit sie die Bento Box verwendet, essen nicht nur Ihre Kinder brav ihre Brotzeit, sondern verzichtet auch ihr Mann freiwillig auf das Kantinenessen. Mit der Zeit hat sich Noe’s Mutter ein kleines Repertoire an pfiffigen Zubereitungsideen für gesunde Nahrungsmittel angeeignet. Das war eine kreative Herausforderung, bereitet ihr aber bis heute Freude.

Doch was ist eigentlich diese Bento Lunchbox?

Bento – die Brotdose aus Japan

In Japan haben Kunst und Kultur schon seit Jahrhunderten einen Platz in der Küche. Stundenlange Teezeremonien und ausgefeilte Sushikunst sind nur zwei Beispiele für die Kreativität, die die Japaner bei der Zubereitung von Speisen an den Tag legen. So ist es auch nicht überraschend, dass eine so findige Idee für den Transport von Speisen wie die Znünibox von Bento von der asiatischen Insel kommt.

Eigentlich bezeichnet „Bento“ allgemein die japanische Art, Essen zu servieren. Im Gegensatz zu den Europäern bevorzugen es Japaner nämlich, verschiedene Beilagen in verschiedenen Schälchen auf den Tisch zu stellen.

Dieses Prinzip verfolgt auch die Bento Lunchbox. Sie bietet für jede Speise einen eigenen Becher, ein eigenes Fach oder sogar eine eigene Dose. So passen verschiedene Speisen wie Nudelsalat, Wurststückchen, Karottenstreifen und Apfelstücke in eine Box, ohne miteinander in Berührung zu kommen.

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Sosse oder Suppe kommt bei Bedarf in eine eigene, verschliessbare Box. Die einzelnen Fächer in der Znünibox sind gross oder klein, manche lassen sich sogar übereinanderstapeln. So findet jedes Nahrungsmittel ein passendes Plätzchen.

Box mit Tradition

Die Znünibox im Bento-Stil gibt es in Japan schon seit dem 5. Jahrhundert. Ursprünglich aus Bambusröhren gefertigt, entwickelte sie sich weiter zu einer kompakten Holzdose mit verschiedenen Schüsseln als Einsatz. Noch heute ist die Bento Lunchbox oft aus lackiertem Holz. Doch haben sich ebenso Varianten aus Kunststoff und Edelstahl etabliert. Der Vorteil an diesen Materialien ist, dass sie absolut dicht schliessen und spülmaschinenfest sind.

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Ganz wichtig für japanische Frauen ist das Aussehen des Inhalts der Znünibox. Je kreativer und aufwendiger die Zutaten gestaltet sind, umso mehr Zuneigung drückt dies gegenüber dem Kind aus. Es werden kleine Spiesschen gestaltet, Herzchen ausgestochen und Reisbällchen mit lachendem Gesicht kreiert. Die vielen verschiedenen Zutaten stellen dabei eine ausgewogene Zufuhr verschiedener Nährstoffe sicher.

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Die bunte Vielfalt spricht Kinder besonders an. Durch die vielen bunten Einzelteile übersehen sie leicht, was sie da genau essen. War der Flügel wirklich ein Stück Brokkoli? Schmeckt der bunte Fächer nicht irgendwie nach Apfel? Als Eltern müssen Sie sich bei der Bento Box fast schon Sorgen machen, dass andere Kinder Ihrem Liebling alles wegessen.

Ich packe meine Znünibox und nehme mit…

Was genau Sie Ihrem Kind in seine Lunchbox packen, ist natürlich eine Frage des Geschmacks. Die Japaner folgen bei der Bestückung ihrer Znünibox fünf Prinzipien. Es mutet etwas kompliziert an, sie alle zu befolgen. Als Quelle der Inspiration möchten wir sie Ihnen dennoch kurz vorstellen: Eine perfekte Lunchbox…

  • beinhaltet fünf Farben: Weiss, Schwarz, Grün, Rot und Gelb
  • umfasst fünf Zubereitungsarten: roh, eingelegt, gekocht, frittiert und gebraten
  • liefert etwas in allen fünf Geschmacksrichtungen: herb, scharf, mild, süss und sauer
  • spricht alle fünf Sinne an: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen
  • steht mit allen fünf Perspektiven in Verbindung

Der letzte Punkt ist sehr asiatisch und in unseren westlichen Sprachen kaum zu erklären. Die anderen vier Prinzipien sind dagegen ganz gut nachzuvollziehen. Bei einem Kind sollten Sie jedoch auf die Geschmacksrichtungen scharf und herb lieber verzichten. Dafür ist der Einbezug aller fünf Sinne eine tolle Möglichkeit, Kinder für ihre Znünibox zu begeistern.

Probieren Sie es zum Beispiel mit Knusperstangen, duftenden Kräutern und weichem Toastbrot.

Vogel, Herz und Igel: Ideen für eine spannende Znünibox

Seien Sie kreativ, wenn Sie die Brotdose für den Kindergarten fertigmachen. Mit ein paar Ausstechern, einem scharfen Messer und vielen frischen Zutaten ist schnell eine kunstvolle und gesunde Lunchbox gezaubert. Wenn Ihnen die Inspiration fehlt, nehmen Sie sich doch einfach ein passendes Motto vor: Frühling, Ostern, Geburtstag, Halloween, Lieblingscomic, Winterszene, … Kreieren Sie Landschaften oder einen kleinen Zoo. Vielleicht mag Ihnen Ihr Kind selbst bei der Arbeit helfen?

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Der Klassiker ist das ausgestochene Sandwich. Belegen Sie ein Brot mit Wurst oder Käse. Dann nehmen Sie eine grosse Herzform und stechen das Motiv aus dem Sandwich aus. Die Ränder werden natürlich nicht weggeworfen, sondern kunstvoll als Rahmen drapiert. Sind Eier nicht gerade das Lieblingsessen Ihrer Kinder? Dann kochen Sie sie hart und halbieren Sie anschliessend. Legen Sie die Hälften wie Flügel nebeneinander und basteln in der Mitte einen Körper aus einem Stück Lauch. Die Flügel können mit einer rosa Scheibe vom Radieschen verziert werden.

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Aus fast jedem Gemüse lassen sich kleine Herzen oder sogar eine Katze ausstechen. Welches Kind könnte zu einem Gurkenherz schon „nein“ sagen? Die Karottenstreifen geben dem Inhalt der Znünibox einen Rahmen, während sich Paprika und Käse auf kleinen Spiessen tummeln.

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Die Japaner selbst basteln natürlich gerne mit Klebereis. Hier sind die Möglichkeiten unendlich: Kleine Bällchen bekommen Gesichter oder werden mit Streifen von Kohlrabi als Stacheln zu einem Igel. Rundherum bilden grüne Kräuter eine kleine Wiese oder Nussstückchen stellen das Igelfutter dar.

Amelie liebt ihre Bento Lunchbox

Nach diesem interessanten Tipp hat auch die Mutter von Amelie sich eine Bento Lunchbox zugelegt. Dazu gab es ein paar Spiesse und kleine Formen zum Ausstechen von Sternen, Herzen und Blumen. Das alles auszuprobieren war so spannend, dass Amelie es sich nicht nehmen liess, ihren Proviant für den nächsten Tag selbst zuzubereiten.

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Was so liebevoll hergestellt wird, schmeckt natürlich auch. Von den vielen kleinen Blumen, Bärchen und Apfelfiguren bleibt jetzt nur noch selten etwas in ihrer Znünibox übrig. Selbst neue Obst- und Gemüsesorten testet Amelie nun bereitwillig, solange sie ein süsses Gesicht haben oder auf einer Sandwichscheibe in Herzform daherkommen.